Publikumsmagnet auf der Rennbahn wird so außer Erfolgsgalopper WHITE LIGHTNING eine Fülle von Genüssen der russischen Küche sein: TRAKTIR IMPERIAL ist der Name, der schon beim Berliner „Karneval der Kulturen“ mit Kaviar, Piroggen, sibirischen Teigtaschen, Borschtsch und Petersburger Bier oder Moosbeerlimonade und Birkensaft viele Genießer auf eine erfrischend wirkende kulinarische Entdeckungsreise begleitete.
Russische Galopper starten aber (noch) nicht. Auch Overdose, der ungarische Stargalopper, für den zwischenzeitlich ein Start ins Auge gefasst worden war, ist mit seiner Vorbereitung noch nicht so weit. Dennoch bringt der Renntag mit dem „Preis von Dahlwitz“ auch vom sportlichen Niveau her eine weitere Steigerung, denn der qualitative Höhepunkt ist ein nach internationalen Regeln ausgeschriebenes „Listenrennen“ über 2000 Meter, dotiert mit stolzen 22.000 Euro. Mit 12 Startern ist dieses erstmals ausgetragene Rennen auch ein echtes Wettmedium, denn es sind etliche sehr inspirierende Pferde aus prominenten Trainingsställen dabei (siehe gesonderte Vorschau). Namen wie PANYU, ORDENSTREUER, GLAD PANTHER, LADY ALIDA werden jeden, der sich in der Region etwas für Galopprennen interessiert, auf die Rennbahn locken.
Und ganz besonders einer: WHITE LIGHTNING. Mit acht Jahren ist er für einen Galopper zwar fast schon in gesetztem Alter, aber der Schützling des Hoppegartener Trainers Uwe Stech erlebt derzeit ganz offensichtlich seinen zweiten Frühling. Zusammen mit Ordenstreuer (Trainer: Roland Dzubasz) bildet er zur Zeit das leistungsmäßige Spitzenduo unter den „Hoppegartenern“. In diesem Jahr war der Schimmel auf seiner Heimatbahn bereits zweimal am Start und begeisterte das Publikum beide Male mit souveränen Siegen. Diesmal allerdings steht er angesichts der sehr starken Gegnerschaft vor einer weit schwierigeren Aufgabe als zuletzt.
Ein Pferd, das ungewöhnlich große Aufmerksamkeit anziehen wird, startet im Rahmenprogramm: SEVENTH SKY. Der Siegpreis dabei: nur 3.000 Euro. Der Wert des Pferdes ist nach Ansicht von Fachleuten mindestens 100mal so hoch und vielleicht noch höher, denn dieser SEVENTH SKY ist ein Sohn von SACARINA, der erfolgreichsten Zuchtstute der letzten 60 Jahre in Deutschland. Sie ist die Mutter von zwei Siegern im Deutschen Derby, SAMUM und SCHIAPARELLI, sowie der Derbyzweiten SALVE REGINA. Das ist der Grund, warum an diesem Nachmittag der gesamte deutsche Galopprennsport gespannt auf den Start des kleinen Bruders in Hoppegarten blicken wird. Es ist ein Kompliment für Hoppegarten, dass Trainer Peter Schiergen den Hoffnungsträger des Erfolgsstalles Blankenese zu seinem Lebensdebut auf die weite Reise von Köln aus schickt. Es hätte auch zahlreiche Startalternativen auf anderen Rennbahnen gegeben. Keine Frage, dass für diesen schicksalhaften Ritt auch Schiergen-Stalljockey Andrasch Starke nach Hoppegarten kommt. Der Klassereiter war seinerzeit auch der regelmäßige Partner der großen Geschwister von SEVENTH SKY.




